An eine grüne Vase
Gefäss aus Ton, in weissen Feuers Brand
Erhärtet und mit grünem Glanz geschmückt,
Sei, wo du kühl jetzt in der hohlen Hand
Das stille Auge einer Frau entzückt,
Zum Gleichnis mir, dass Feuer nur und Brand
Die Schönheit schafft, die nimmermehr verwest,
Dass aber Kühle tastend erst die Hand
Der Schönheit Formen rings ergreifen lässt.
Fass mir zusammen, kühles irdnes Rund,
Was dunkel ich in mir nicht fassen mag,
Und lass, was überfliesst, aus engem Mund
Aufsteigen in der Apfelblüte Tag.