Immer selbständiger, ja persönlicher wird das Gegenüber des Bildhauers. Er spürt den Moment kommen, wo seine Arbeit nichts mehr beitragen kann zur Steigerung der Präsenz. Die Skulptur wurde ein selbständiges Objekt. Es lebt aus eigener Kraft und hat sich vom Bildhauer gelöst.
Die Ablösung ist so total, dass es mir oft zuwider ist, ein selbständig gewordenes Objekt mit meinem eigenen Namen zu signieren.
Man tut dies eigentlich nur des Kunsthandels wegen.
Es überrascht mich auch zu lesen, dass selbst Maler bestrebt gewesen sind, ihre Bilder als körperhafte Objekt zu betrachten.
Wolfgang Besenich schrieb in einem Artikel über Georges Braque in der Universitas 1982 über die Kubisten: „““Die Vereinigung von Kunst und Bild ist nicht mehr vordringliches Thema. Die Bildform, die Bildwirklichkeit muss handgreiflich werden“.
Und Mörike schrieb in seinem Gedicht „Auf eine Lampe: Ein Kunstgebild der echten Art, wer achtet sein? / Was aber schön ist, selig ist es in ihm selbst“.
