Erinnen wir uns daran, dass Kirchenbau gar nicht eine einheitliche Aufgabe sein kann, sondern dass jeder Kirchenbau aus der ihm eigenen Situation herauswächst. So sind auch Aufwand und Umfang und Charakter der bildhauerischen Arbeit verschieden. Einige Gedanken zum Kircheneingang aus meinem Buch mögen die Ausfürungen beschliessen :
Es kann nicht darum gehen, dass der Bildhauer mit seinen Skulpturen am Eingang die Grösse, Würde oder Erhabenheit des Kirchenraumes gleichsam schon von aussen vorspiegelt oder repräsentlert. Sicher bietet sich ihm kaum eine köstlichere Gelegenheit, seinen skulpturalen Sinn zu entfalten, als dies z. B. eine Bronzetüre gestattet. Aber die innere Berechtigung zu solchem Aufwand wäre nur gegeben, wenn viele andere Voraussetzungen für einen Kirchenbau unserer zeit: städttebauliche, sozioIogische, pastorale, architektonische usw. vorgängig glücklich gelöst wären und wenn überdies die geistige Situation im Innern nicht enttäuscht.