Den Stein, sein Iiebstes Material, lernt er erst genauer kennen und lieben, als er von Zürich nach Stans übersiedelt und ihm, wegen des ausgebrochenen Krieges, nur noch der zähe, harte silikathaItige SchrattenkaIk vom PiIatus aus dem nahen Steinbruch am Lopper zur Verfügung steht. „Es waren nur noch Steinbrüche für Militärstrassenbau und für Bunker überhaupt noch in Betrieb. Da die Bronze fur Granathülsen reserviert war musste ich einen von der Eidgenossenschaft aufgekauften Akt aus einem dreimai zu breiten FeIsstück hauen. Dieses war wohl die beste Schule, die ich in der Bildhauerei überhaupt hätte durchmachen können“, sagt Albert Schilling. Nach dem Krieg arbeitet er vor allem im weichen Jurakalk aus den Brüchen bei Laufen. Später hat er auch den sehr schönen Marmor aus dem LahntaI bei Limburg verwendet.
Wenn man in seinem Arlesheimer AteIier steht, so begegnet man verschiedenen Techniken des plastischen GestaItens. Auch sind verschiedene Stile im Umgang mit dem Material zu beobachten. So gibt es Zum Beispiel Bronzeköpfe von Werner Bergengruen, vonn Reinhold Schneider, von Hans Urs von Balthasar auf der einen Seite, auf der anderen Modelle von AltarensembIes oder auch abstrakte Steinskulpturen mit Innenräumen, weIche mitteIs Öffnungen, Durchblicken unter der aIs dünne Wand verstandenen Oberfläche in Erscheinung treten.