Für die Aufwertung von zwei Dingen möchte ich mich einsetzen. Durch das ganze Konzilskompendium hindurch erscheint die Kirche immer neu als die Institution des Heiles. Das Zeichen aber des Heiles ist das Kreuz. Nicht primär historisch als Erinnerung an den Opfertod Christi, sondem eschatologisch, als das Zeichen für die Wiederkunft des Herrn. Vor dem Konzil setzte sich die liturgische Bewegung für das Vortragskreuz, statt des kleinen Altarkreuzes, ein, das in der Mitte hinter dem Altar stand. Nach dem Konzil wurde das Kreuz meist vom Altar weggenommen und auf die Seite gestellt. In der axialen Kirche scheint es mir nur zwei Stellen für das Kreuz zu geben: die Mitte, oder bei der Stelle der Verkündigung. Der symmetrische Ausgleich für den Ambo wirkt gewöhnlich nur dekorativ. Das Zeichen des Heils aber ist ein Kreuz ohne Corpus. Man täte den Protestanten Unrecht, wenn man glaubte, sie hätten den Corpus nur aus Protest gegen die Katholiken entfernt.

Der zweite Wunsch ist eine eigens für die Muttergottes entworfene, architektonische, geborgene Situation. Steht ihre Figur nicht in vielen neuen Kirchen wie im Durchzug? Es ware eine ausserordentlich schöne, intime Aufgabe für einen Maler, eine soIche Situation gänzlich farbig zu gestalten.