Die Zeit ist aufgehoben und ist da.
Ihr Ende ist auch ihre Gegenwart.
Am Jüngsten Tag entschwindet sie in Gott
Und in ihm aufbehalten steht sie still.
Sie kann nicht sein und ist. Das bleibt mein Wort,
Doch ist es unausdeutbar, nur Gestalt,
Ich denke nicht, ich bilde, was ich schaue,
Und nicht vergebens harrte ich die Nächte,
Die dumpfen meines Suchens aus; die Trübe
Modriger Zimmer und die schale Freude
Der Grossstadtstrasse im gefälschten Licht,
Gewürzt vom Kimpern der Musikmaschinen –
Am Fluss, nicht weit vom Schloss, das nicht mehr ist –;
Ich habe nicht vergeblich das erduldet
In meiner Zeit, die hasst, was ich erflehe;
Dem um die Rundung eines Nackens gebe,
Die zarten Höhn und Tiefen einer Schulter,
Um einer Geste körperhafte Kraft,
Um das wahrhaftige Dasein eines Haupts
Und seine herrscherliche Macht im Raum
Ich alle Klänge der Vergänglichkeit,
An die Du wohlgefällig Dich verlierst.
Denn meine Kunst bezeugt das Sein. Sie ist
Gesetz der Welt, die nach Gestalt erglüht.
Und bin und ward zum Fels erwählt, an dem
Dein Sang zerschäumt; bin Fleisch und bin der Stein,
Der Deine wilde Klage widerlegt.
