Die Zeit! Die Zeit! Der Delphin taucht ins Licht,
Auf seinem Rücken spielen feuchte Blitze,
Beseligter Minuten, blaue Flammen
Der Augenblicke, die ich nicht ergriff
Und, Welle in den Wellen, trägt er tanzend
Das Glück, den unverheilten Schmerz der Welt,
In dem mein eigener erlosch, in Ferne,
Die heilig düstert. Vögel ruf‘ ich an,
Die einen Frühling auf dem Birnbaum sangen
Vor meinem Fenster, ach den Schatten nur
Des Falters überm Krankenbett, den Schatten
Des lahmen Vogels auf der Gartentür
– Ich kannte ihn am Zittern, mittags, wenn
Die Glut die andern scheuchte, und am Flügeln
Der armen Schwinge, die ihn nicht mehr trug –
Den scheuen Ruf des Buntspechts, da ich schlief
Im Morgendunkel, und des Eichhorns Frage,
Das stumm und zitternd, aufgerichtet durch
Das Fenster des verlassenen Zimmers wittert.
Hab ich es nicht verraten, als ich ging?
Ich halte nichts. Ich löste nicht den Brief,
Der mich bedrängte, angstverwirrt und lautlos
Mir unter anderen versank. Der Mensch
Hat keinen Vater als die Zeit. Die Macht
Ist nur das Fass, darin sie gärt und tobt;
Wir sind nur Fluten, die Verheissung nur
Des Meers, in das wir münden, aber nie
Ersteigen wir den Grat, vor dem es glänzt.
Der Fluss ist nicht mehr Fluss, wenn er erstarrt.
Wie willst Du halten, was so haltlos ist?
