Von Wesen der Dinge

Arbeiten für Kirchen sind im Werk des Bildhauers Albert Schilling zentral und schon in seiner Berliner Studienzeit zu finden. Bereits 1931 schuf er nämlich eine Weihnachtskrippe für die Kirche von Aesch bei Basel. Von hier führte ihn der Weg zur Gestaltung von Altaräumen, die er nie als rein funktionale Aufgabe, sondern als künstlerische Herausforderung verstanden hat. Albert Schilling hatte stets eine Nähe zur Kirche und religiösen wie theologischen Fragestellungen, die biografisch bedingt war. Mit dem Besuch der Klosterschulen von Disentis und Engelberg schien der Weg zu einer geistlichen Laufbahn vorgezeichnet, zumal er nach der Matura das Studium der Theologie aufnahm. Dies unterbrach er jedoch nach zwei Semestern durch den Wechsel zur Kunstgeschichte an der Universität Zürich, kehrte aber nochmals für vier Semester zur Theologie zurück. Erst mit dem Wechsel zum Studium der Bildhauerei an die Hochschule für bildende Künste in Berlin im Jahr 1930 hatte er nach einer Phase des Suchens seinen Weg gefunden.