Albert Schilling, 1985, in Mensch, Stein, Ewigkeit

Unsere optische Zeit leidet an einem katastrophalen Verlust des Tastsinns. Er ist der ursprünglichste Sinn des Menschen, der primärste, der unmittelbarste, der handgreiflichste. Er braucht kein Übertragungsmedium, so wie zum Beispiel das Ohr die Schallwellen braucht. Auch das Licht, und damit die Farbe, braucht die Luft. Der Tastsinn lässt Dasein, Präsenz, handgreifliche Gegenwart im spürbaren Gegenüber erleben.
