Albert Schilling, 1985, in Mensch, Stein, Ewigkeit

Rodin soll gesagt haben, der Bildhauer arbeite mit “Buckeln und Löchern” (ich weiß nicht, was er genau auf Französisch gesagt hat). Man könnte auch sagen, er arbeite mit konvexen und konkaven Flächen.
Doch obwohl im Endeffekt das Steinvolumen zur Wirkung kommen muss, arbeitet der Bildhauer – im Gegensatz zum Modelleur – nur mit der Oberfläche. Er organisiert den Ablauf der Flächen im Raum und ordnet damit die Volumina.
Der Modelleur trägt immer Volumen auf. Der Holzbildhauer mit seinen Hohleisen schält gleichsam das Holz weg. Der Bildhauer mit seinem Meissel verdichtet das Volumen.
