Kurze Einführung in das Werk von Albert Schilling, Roswita Schilling, 12.Juni 2025
Der Bildhauer Albert Schilling (1904 – 1987) schuf in fünfzig Jahren konzentrierter Arbeit ein umfangreiches Werk. Dabei beflügelten ihn die Arbeit an der Menschlichen Figur und das Porträt stets von neuem; die plastischen Strukturen der Natur waren für ihn eine wichtige Quelle der Inspiration.
Seine grossen, meist Stein-Skulpturen stehen auf Plätzen und in Anlagen, in öffentlichen Gebäuden, Schulen, Kirchen und Museen. Genaue Kenntnis, handwerkliche Meisterschaft und die Kühnheit seiner Intuition geben ihnen Präsenz und Eigenständigkeit.
Als kraftvoller Erneuerer der sakralen Kunst erhielt Albert Schilling viele Aufträge für plastische Raumgestaltungen und in Kapellen, Kirchen und Kathedralen. Er befasste sich intensiv mit der Plastizität, also auch mit dem Tastsinn. Mit dem Durchdringen der Form, (z.B. dem Kubus der Altäre), wurde ihm die Abstraktion immer eindeutiger. Es folgten ungegenständliche runde, organische Formen, die mit den Händen, also dem Tastsinn, feinfühliger zu erfahren sind als mit den Augen. Das Konkave/die Konkavität, die Höhle, das Ausgesparte, der innere Raum, wurde für ihn zur spannendsten Entdeckung seines Spätwerks.
Albert Schilling ist mit seiner introvertierten Art als Bildhauer des 20. Jahrhunderts ziemlich allein. Er schrieb auch immer wieder Notizen über Skulptur und leise Gedichte. Dies macht ihn auch heute für spirituell suchende Menschen wichtig.
