Medien-Information
Albert Schilling 1904 – 1987
Gedanken und Skulpturen



Arlesheim, den
11. März 2004

 

Auskünfte: Roswita Schilling T/F 061 701 76 58
info@AlbertSchilling.ch 
www.AlbertSchilling.ch

Sehr geehrte Damen und Herren

Albert Schilling wäre in diesem Jahr hundert Jahre alt geworden. Das Projekt „Gedanken und Skulpturen“ öffnet eine heutige Sicht auf den Bildhauer, der mit vielen Werken im öffentlichen Raum präsent ist.

Im ehemaligen Atelier, im Garten und im Wohnhaus des Künstlers, in Arlesheim, findet im Mai und Juni eine Ausstellung statt, in der vor allem Werke aus dem freien, abstrakten Spätwerk des Bildhauers präsentiert werden. Gestaltet wird sie von der Ausstellungsmacherin Barbara Reinhard.

Am Donnerstag, 29.April, 15.00 Uhr,

laden wir Sie ein zu einem Medienapéro anlässlich der Ausstellungseröffnung. Er findet im ehemaligen Atelier des Künstlers statt, am

Homburgweg 22, 4144 Arlesheim

Zu Albert Schillings Geburtstag, am 21.März, erscheint ein Buch unter dem Titel „Notizen zur Bildhauerei“. Es enthält ausschliesslich Texte aus der Feder von Albert Schilling und Fotos von Walter Grunder.

Das Projekt "Albert Schilling 1904 – 1987, Gedanken und Skulpturen" wird finanziert von der Gemeinde Arlesheim, von den drei Richterich Stiftungen in Laufen, von der Basellandschaftlichen Kantonalbank und von "Kulturelles BL".

Ihre Fragen zum Projekt „Gedanken und Skulpturen“ beantwortet gerne:
Roswita Schilling, Homburgweg 22, 4144 Arlesheim, Tel/Fax: 061/ 701 76 58,
E-Mail: info@AlbertSchilling.ch

Mit freundlichen Grüssen



Regula Renschler, Publizistin



Download für Texte und Fotos: www.AlbertSchilling.ch/Medien


Textfeld: Über Albert SchillingAlbert  Schilling   
Bildhauer   
Arlesheim       

 

*  21. März 1904 in Zürich
30. Juli 1987 in Arlesheim                          

 

 

 

 

Der Bildhauer Albert Schilling  schuf in fünfzig Jahren konzentrierter Arbeit ein umfangreiches Werk, das sich stetig weiter entwickelte. Dabei beflügelten ihn die Arbeit an der menschlichen Figur und das Portrait stets von neuem; die plastischen Strukturen der Natur waren für ihn eine wichtige Quelle der Inspiration. Seine meist grossen Steinskulpturen stehen  auf Plätzen und in Anlagen, in öffentlichen Gebäuden, Schulen, Kirchen und Museen. Genaue Kenntnis und Kühnheit der Intuition geben ihnen Präsenz und Eigenständigkeit.

 

Als kraftvoller Erneuerer der sakralen Kunst erhielt Albert Schilling viele Aufträge für plastische Raumgestaltungen und Altäre in Kapellen, Kirchen und Kathedralen. Er befasste sich intensiv mit der Plastizität des Kubus und mit dem Durchdringen des Würfels wurde die Abstraktion immer eindeutiger. Es folgten ungegenständliche runde, organische Formen, die mit den Händen, also dem Tastsinn, feinfühliger zu erfahren sind als mit den Augen. Die konkave Form, also die Höhle, das Ausgesparte, der innere Raum, wurde für ihn zur spannendsten Entdeckung seines Spätwerks.

 

Die Ausstellung in Arlesheim gibt Besuchern die Möglichkeit, die Dichte und tiefe Spiritualität zu erfahren, die uns in Albert Schillings Werken mit Stille und Klarheit berührt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Textfeld: Biografie und WerkAlbert  Schilling   
Bildhauer   
Arlesheim       

 

*  21. März 1904 in Zürich
30. Juli 1987 in Arlesheim                          

 

Studium der Theologie und Kunstgeschichte

1930 – 1932 Hochschule für Bildende Kunst in Berlin

1932 – 1945 Ateliers in Zürich, Paris und Stans (Eidgenössisches Kunststipendium),
ab 1946 in Arlesheim

1961 Einzelausstellung in der Kunsthalle Basel

1962 Biennale di Venezia
1974 Kulturpreis des Kantons Baselland

 

 

Werke : Stehende Figur, 1944, Lopperstein, Wabern bei Bern, Bundesamt für Landestopographie; Lesender, 1948, Bronze, Luzern, Gartenhof der Zentralbibliothek; Der Weisende, 1957, Wirbelauermarmor, Zürich, Weinbergstrasse; Fischer, 1959, Bronze, Basel, Solitude-Park; Margrit, 1954, Jurakalk, Ebenrain, Sissach; Altar, Taufbecken, Portal, 1960 Dom von Arlesheim, Krypta,; Plastisches Gesamtkonzept Kirche St. Bernhard,1964, Mannheim; Gestaltung der Vierungspartie mit grossen abstrakten Skulpturen,1963 - 1967, Dom von Würzburg; 3 Skulpturen  aus verschiedenen Epochen (Stehende, Demeter Erinys, Introvertierter Stein), Dorfplatz, Arlesheim.

 

Von 1963 – 67 gestaltete Albert Schilling die Vierung des Domes von Würzburg, (u.a. mit einer 6,3 m hohen Steinskulptur). Die Reste dieses Lahnmarmors waren es zuerst, die den Bildhauer lockten freie Skulpturen zu machen. Es entstand daraus sein Spätwerk : 24 abstrakte Steinskulpturen von grosser Konsequenz und Dichte, die Schwerpunkte der Ausstellung .

 

 

«Schilling, Albert,  Plastiker und Bildhauer. Kleinplastiken und Porträtbüsten in Bronze, Kunst im öffentlichen Raum. Erneuerer der sakralen Plastik und  Raumgestaltung [...]

Sein Einfluss auf die jüngere Sakralkunst reichte weit über die Schweiz hinaus. [...]

Das Arbeiten mit harten Gesteinssorten erlernte Albert Schilling nach seiner Übersiedlung nach Stans, als infolge der Wirtschaftssituation nach Kriegsausbruch nur noch der harte, silikathaltige Schrattenkalk aus den Steinbrüchen des Pilatus zur verfügung stand. Nachdem er sich mit diesem widerspenstigen Material vertraut gemacht hatte, verstand er es in seinem späteren Werk immer wieder, mit hervorragendem Gespür für die Materialität eines Steins eine optimale Verbindung von Form, Volumen und Oberflächenstruktur zu realisieren. [...] In der gleichwertigen Durchformung des konvexen Volumens und des konkaven Raumes erkannte Schilling eine der bedeutendsten Erweiterungen der skulpturalen Möglichkeiten durch die Abstraktion.»

 

(Gabrielle Obrist, Biografisches Lexikon der Schweizer Kunst, Herausgeber: Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Zürich und Lausanne, Verlag Neue Zürcher Zeitung 1998 [Ausschnitt])

 

 

 

 

 

 


Textfeld: Die  AusstellungAlbert Schilling  Bildhauer (1904 – 1987)

"Gedanken und Skulpturen

1. Mai – 13. Juni 2004

 

Die Ausstellung findet im ehemaligen Atelier,
Wohnhaus und Garten des Künstlers
am Homburgweg  22, in Arlesheim bei Basel statt.

 

Beschilderung ab Haltestelle "Baselstrasse", Tram Nr. 10
und ab Dorfplatz Arlesheim.

 

Vernissage: Samstag 1. Mai 2004, 11.00 Uhr

Mit Musik und kurzen Lesungen um 15.00 und 17.00

 

Öffnungszeiten:

Donnerstag und Freitag  17.00 Uhr – 20.00 Uhr

Samstag 11.00 Uhr – 20.00 Uhr

Sonntag 11.00 Uhr – 18.00 Uhr
Pfingstmontag, 31.5.2004, 11.00 – 18.00 Uhr

Und nach Vereinbarung.

 

 

Begleitprogramme jeweils ab 11.00 h

Sonntag, 9. Mai 2004

Mit Bildhauer René Küng
Skulpturen von Albert Schilling erleben

Sonntag, 16.Mai 2004

Mit der Ausstellungsmacherin Barbara Reinhard
Skulpturen von Albert Schilling erleben

Sonntag, 23.Mai 2004

"Notizen zur Bildhauerei"
Lesung und Musik mit Roswita Schilling

Sonntag, 6.Juni 2004

Reinhold Schneider "Bildhauer und Dichter", ein
philosophisches Gedicht, Albert Schilling gewidmet. Mit
Hansrudolf Twerenbold, Roswita Schilling und Christine Lacoste (Cello).

Sonntag, 13. Juni 2004

Finissage

 

 

«Schwerpunkt der Ausstellung ist das Spätwerk von Albert Schilling. Diese Arbeiten sind die Essenz seines Schaffens. Ihre Klarheit und Kraft und das grossartige bildhauerische Können, welches hier ables- und abtastbar ist, vollenden sein umfangreiches Werk. Hier kommt zum Tragen, was der Künstler selbst mit folgenden Worten beschrieben hat: ‚Letzten Endes sind es nicht die skulpturalen Erkenntnisse, welche den Bildhauer befähigen, in seinen Werken die grösste plastische Realität zu erreichen, sondern die absolute Echtheit, Schlichtheit, Ehrlichkeit seines Tuns.’ Die Konzeption der Ausstellung wird diesen Wunsch nach Schlichtheit und Ehrlichkeit aufnehmen.» (Barbara Reinhard)

 


Textfeld: Das BuchAlbert Schilling  Bildhauer (1904 – 1987)
Notizen zur Bildhauerei

 

Herausgegeben von Roswita Schilling und Jürg Seiberth

Schwabe Verlag  Basel und Edition Text und Media Arlesheim

68 S., illustriert, mit Audio-CD, Fr. 68.--

ISBN 3-9521984-2-0
ISBN 3-7965-2069-3

Erscheinungsdatum: März 2004

 

 

 

Im Buch kommt ausschliesslich der Künstler Albert Schilling zu Wort.

Der erste Teil „Mensch, Stein, Ewigkeit“ ist seinem weniger bekannten Spätwerk gewidmet. Die kurzen präzisen Texte entstanden 1984 als Notizen zu einer Radiosendung. Sie enthalten die Quintessenz von Albert Schillings Überlegungen zur Bildhauerei. Die Radiosendung liegt dem Buch als Audio-CD bei.

Der zweite Teil – „Immer weniger - immer weiter“ – enthält Tagebuchausschnitte aus den Jahren 1930 bis 1966. Diese Aufzeichnungen von Gedanken, Erlebnissen und handwerklichen Beobachtungen geben Einblick in Albert Schillings Welt des Raums, der Formen und der Materialien und seine Beziehung zu Kunst und Spiritualität.

Illustriert ist die Publikation mit Walter Grunders Fotografien von weniger bekannten, freien Skulpturen aus dem Spätwerk des Bildhauers. Gestaltet wurde der Band durch die Grafikerin Karin Rütsche.

 

 

 

«Der Tastsinn: Unsere optische Zeit leidet an einem katastrophalen Verlust des Tastsinns. Er ist der ursprünglichste Sinn des Menschen, der primärste, der unmittelbarste, der handgreiflichste. Er braucht kein Übertragungsmedium, wie zum Beispiel das Ohr die Schallwellen braucht. Auch das Licht, und damit die Farbe, braucht die Luft.Der Tastsinn lässt Dasein, Präsenz, handgreifliche Gegenwart im spürbaren Gegenüber erleben.» (Albert Schilling)

 

 

 

Auf Anfrage senden wir Ihnen gerne ein Rezensionsexemplar.