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Erinnerungen
an Albert Schilling
Im Herbst 1948
Von Pater Karl Stadler
OSB, Kloster Engelberg
Im Herbst 1948 kam ich im Hinblick auf die
berufliche Ausbildung zum Zeichenlehrer nach Arlesheim, um von dort aus die
Kunstgewerbeschule in Basel zu besuchen. Herr Albert Schilling, Bildhauer,
seit einiger Zeit wohnhaft in Arlesheim, fuhr freundlicherweise mit mir ins
Direktorium der Schule am Spalenberg, um mich dort als Anwärter
vorzustellen. Es wurden zwei Schuljahre, während denen ich aber auch
wöchentlich zwei Nachmittage bei Meister Schilling Unterricht in plastischem
Gestalten geniessen durfte. Ich war, wenn wohl nicht der begabteste, so doch
ein interessierter und gutwilliger Schüler und bleibe den Anregungen und
Wegleitungen des Meisters zeitlebens zutiefst dankbar. Es herrschte im Haus
am Homburgweg spürbare Freundlichkeit. Und ich glaube, dass ich dank der bei
Herrn Schilling erlangten Ausbildung unserem Kloster und unserer Schule in
der Folgezeit einige bescheidene, wenn auch nicht spektakuläre Ergebnisse
eingebracht habe.
Nicht unbemerkt lassen möchte ich, dass
Albert Schilling Alt-Engelberger war (an der Stiftsschule 1923-1925) und Abt
Leodegar Hunkeler (1931-1956) mich gerade ihm zur Lehre anvertraute, nachdem
zuvor schon der begabtere Klosterbruder Franz Xaver Ruckstuhl (gestorben:
1979) bei Albert Schilling in Stans und Arlesheim das Bildhauerhandwerk
erfolgreich erlernt hatte.
Hans Urs von Balthasar hat die Art Albert
Schillings, den er sehr schätzte, in einem Nachruf auf den befreundeten
Künstler bestens charakterisiert: „Er verfolgte die künstlerische Laufbahn
mit strenger Konsequenz. Das von ihm Überlegte und als richtig Erkannte
verwirklichte er mit ausgeprägter Kompromisslosigkeit" (, Basler Volksblatt
", August 1987) .
Diese habe ich denn auch in seiner Nähe
ehrlich zu bewundern gelernt. |